Berichtsheft nachholen: So holst du Wochen auf
Du hast dein Berichtsheft monatelang nicht geführt? So holst du systematisch Wochen nach, ohne dass es auffällt oder zur Qual wird.
Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2026
Warum ist das Berichtsheft so oft unvollständig?
Du bist nicht allein: Über 70% aller Azubis haben ihr Berichtsheft mindestens einmal größere Lücken. Die häufigsten Gründe:
- Zu lange aufgeschoben: "Mach ich am Wochenende" wird zu "Mach ich nächsten Monat" - Zu zeitaufwendig: 30 Minuten pro Woche fühlen sich nach der Arbeit wie Überstunden an - Vergessen: Keine Erinnerungen, keine Routine - Keine Lust: Berichtsheft ist nicht gerade der spannendste Teil der Ausbildung
Das Problem: Je länger du wartest, desto schwieriger wird's. Nach 3 Monaten weißt du nicht mehr, was du in KW 18 eigentlich gemacht hast.
Aber: Es ist nie zu spät! Selbst 6 Monate lassen sich nachholen – mit der richtigen Methode.
Schritt 1: Bestandsaufnahme machen
Bevor du loslegst, verschaffe dir einen Überblick:
Was fehlt? - Zähle die fehlenden Wochen (z.B. KW 10 bis KW 28 = 18 Wochen) - Notiere besondere Ereignisse: Urlaub, Krankheit, Berufsschulwochen, Prüfungen - Prüfe, welche Wochen schon fertig sind und nur noch unterschrieben werden müssen
Wie viel Zeit hast du? - Wann ist die nächste Kontrolle durch deinen Ausbilder? - Wann ist Prüfungsanmeldung? (Ohne vollständiges Berichtsheft keine Zulassung!)
Hilfen verfügbar? - Alte Kalendereinträge - E-Mails oder Chat-Verläufe aus der Zeit - Fotos vom Arbeitsplatz - Berufsschulhefte mit Datumsangaben - Kollegen fragen, was ihr gemeinsam gemacht habt
Erstelle eine Liste aller fehlenden Wochen. Das ist dein Arbeitsplan.
Schritt 2: Wochen rekonstruieren
Jetzt geht's ans Eingemachte: Finde heraus, was du in den fehlenden Wochen gemacht hast.
Methode 1: Typische Wochenabläufe Die meisten Ausbildungswochen ähneln sich. Erstelle eine "Standard-Woche" für deinen Beruf: - Welche Tätigkeiten machst du regelmäßig? - Welche Abteilungen durchläufst du wann? - Wann war Berufsschule?
Methode 2: Besondere Ereignisse Markiere Wochen mit besonderen Ereignissen: - Betriebsausflug - Inventur - Großprojekt - Messebesuch - Zwischen-/Abschlussprüfung - Abteilungswechsel
Methode 3: Digitale Spuren - Outlook-Kalender: Meetings, Termine - E-Mails: "In dieser Woche habe ich an Projekt X gearbeitet" - Fotos: Wann wurde was fotografiert? - Berufsschulhefte: Datumsangaben, Themen
Methode 4: Kollegen und Ausbilder fragen "Hey, weißt du noch, woran wir im Mai gearbeitet haben?" Dein Ausbilder hat meist einen besseren Überblick als du.
Schritt 3: Effizient aufholen
Du hast jetzt eine Liste von 10, 20 oder mehr Wochen. Wie füllst du die effizient?
Nutze digitale Tools: Mit Apps wie Heftig geht's 10x schneller als per Hand: - Stichworte eingeben statt ganze Sätze - KI formuliert ausformulierte Einträge - Kopiere ähnliche Wochen und passe an - 3 Minuten pro Woche statt 30
Zeitplan erstellen: 20 Wochen nachholen → 60 Minuten mit digitaler Hilfe - Pro Tag 5 Wochen = 4 Tage bis fertig - Oder: Pro Wochenende 10 Wochen = 2 Wochenenden
Priorisierung: 1. Jüngste Wochen zuerst (daran erinnerst du dich besser) 2. Wochen mit besonderen Ereignissen 3. Standard-Wochen zum Schluss
Textbausteine nutzen: Für wiederkehrende Tätigkeiten (z.B. jeden Montag Warenannahme) erstelle Vorlagen, die du anpasst.
Schritt 4: Typische Fehler vermeiden
Fehler 1: Zu allgemein bleiben Wenn du 3 Monate nachholst, ist die Versuchung groß, überall "verschiedene Tätigkeiten" zu schreiben. Das fällt auf! Bleibe konkret (siehe Rekonstruktions-Methoden oben).
Fehler 2: Identische Wochen Wenn 10 Wochen hintereinander exakt dasselbe steht, wirkt das unglaubwürdig. Variiere – selbst bei ähnlichen Tätigkeiten gibt's kleine Unterschiede.
Fehler 3: Berufsschule vergessen Wenn du nur betriebliche Tätigkeiten einträgst, keine Berufsschulthemen, ist das ein Warnsignal. Nutze deine Schulhefte zur Rekonstruktion.
Fehler 4: Unrealistische Stundenzahlen Wenn in einer Urlaubswoche trotzdem 40 Stunden stehen, fällt das auf. Prüfe deinen Kalender.
Fehler 5: Zu ehrlich sein Schreibe NICHT "Ich habe diese Woche nachträglich ausgefüllt, weil...". Trage einfach die Tätigkeiten ein, als hättest du sie zeitnah dokumentiert.
Schritt 5: In Zukunft vermeiden
Du hast jetzt Stunden investiert, um nachzuholen. Damit das nicht wieder passiert:
1. Feste Routine etablieren Jeden Freitag 15 Uhr oder jeden Sonntagabend. Trage es als wiederkehrenden Termin ein.
2. Automatische Erinnerungen Apps wie Heftig erinnern dich wöchentlich per Push-Benachrichtigung.
3. Direkt nach der Arbeit Wenn du Freitagnachmittag deine Woche einträgst, ist alles noch frisch. Montags hast du schon die Hälfte vergessen.
4. Digitale Hilfe nutzen Mit KI-Unterstützung brauchst du nur 3 Minuten pro Woche. Das ist so wenig Aufwand, dass Aufschieben keinen Sinn mehr macht.
5. Belohnung Setze dir ein Ziel: "Wenn ich 4 Wochen am Stück zeitnah führe, gönne ich mir..."
6. Mit Ausbilder sprechen Frag, ob du freitags 15 Minuten Arbeitszeit für's Berichtsheft nutzen darfst. Das ist dein gutes Recht (steht im BBiG).
Die beste Methode gegen Nachholen: Gar nicht erst in die Situation kommen. Mit den richtigen Tools (und 3 Minuten pro Woche) ist das machbar.
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