Berichtsheft schreiben: Anleitung für Azubis
Lerne, wie du dein Berichtsheft richtig führst. Praktische Tipps, Beispiele und Formulierungen für deinen Ausbildungsnachweis.
Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2026
Warum ist das Berichtsheft so wichtig?
Dein Berichtsheft ist nicht nur eine lästige Pflicht, sondern dein persönlicher Ausbildungsnachweis. Es dokumentiert, was du während deiner Ausbildung lernst und ist Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung. Ohne vollständiges Berichtsheft darfst du nicht zur Prüfung antreten.
Außerdem hilft dir das Berichtsheft, deine eigene Entwicklung zu verfolgen. Wenn du später für Bewerbungen oder Vorstellungsgespräche konkrete Beispiele aus deiner Ausbildung brauchst, ist dein Berichtsheft die perfekte Gedankenstütze.
Die richtige Struktur: Was gehört in einen Eintrag?
Jeder Berichtsheft-Eintrag sollte folgende Elemente enthalten:
- Kalenderwoche und Datum - Betriebliche Tätigkeiten (was hast du im Betrieb gemacht?) - Unterweisungen (was wurde dir gezeigt oder erklärt?) - Berufsschulthemen (welche Fächer und Inhalte?) - Gesamtstundenzahl der Woche
Bei wöchentlichen Berichten fasst du die Woche zusammen. Bei täglichen Berichten dokumentierst du jeden einzelnen Arbeitstag. Die meisten Kammern akzeptieren beide Varianten – prüfe vorher, was in deinem Ausbildungsvertrag steht.
Konkret statt allgemein: Gute Formulierungen
Vermeide zu allgemeine Aussagen wie "Ich habe im Lager geholfen". Schreibe stattdessen konkret: "Ich habe Wareneingänge mit dem Scanner erfasst und die Artikel nach dem FIFO-Prinzip eingelagert."
Weitere Beispiele:
❌ Schlecht: "Kundenberatung gemacht" ✓ Gut: "Kunden zu Smartphone-Tarifen beraten und Vertragsabschlüsse vorbereitet"
❌ Schlecht: "Im Büro gearbeitet" ✓ Gut: "Eingangsrechnungen geprüft und in DATEV erfasst"
Je konkreter du schreibst, desto besser. Verwende Fachbegriffe aus deinem Beruf – das zeigt, dass du die Inhalte wirklich verstanden hast.
Regelmäßigkeit: Der wichtigste Tipp
Der größte Fehler ist, das Berichtsheft monatelang liegen zu lassen und dann alles auf einmal nachzuholen. Dann weißt du oft nicht mehr, was du in KW 23 eigentlich gemacht hast, und die Einträge werden ungenau.
Setze dir feste Zeiten: Jeden Freitagnachmittag 15 Minuten oder jeden Sonntagabend. Viele Ausbilder gewähren dir auch Arbeitszeit für das Berichtsheft – frag nach!
Mit digitalen Tools wie Heftig geht es noch schneller: Du gibst kurz ein, was du gemacht hast, und die App formuliert daraus einen vollständigen Eintrag. So bist du in unter 5 Minuten fertig.
Kontrolle und Unterschrift nicht vergessen
Dein Ausbilder muss das Berichtsheft regelmäßig kontrollieren und unterschreiben – meist einmal im Monat. Das ist nicht nur Formalie: Dein Ausbilder prüft damit, ob du auch wirklich ausbildungsrelevante Tätigkeiten machst.
Bei digitalen Berichtsheften erfolgt die Freigabe elektronisch. Das spart Papierkram und verhindert, dass Einträge verloren gehen. Achte darauf, dass dein digitales Berichtsheft von deiner Kammer anerkannt ist – bei der IHK ist das seit 2017 kein Problem mehr.
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